Die Donau und ihre Dämme
Hörstation 002
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Der Donau-Damm bei Vohburg a. d. Donau
Die Donau war bis vor rund 200 Jahren ein Wildfluss, der
sich über mehrere Kilometer in der Breite in Mäandern dahinzog und
immer wieder seinen Lauf veränderte.
Um 1900 begannen Kultivierungs- und Entwässerungsmaßnahmen mit einer Begradigung des Donaulaufes.
Bei der Hochwasserkatastrophe 1910 brachen die veralteten Dämme u. a. bei Irsching und Vohburg. Ein riesiges Gebiet von Ingolstadt bis Weltenburg war auf 5 km Breite überflutet.
Ab den 1920er Jahren baute man systematisch Hochwasserdämme.
Die Mündung der Paar in die Donau (vorher bei Großmehring) wurde nach Vohburg verlegt, ebenso die Mündung der Irschinger Ach in den Wellenbach und die Kleine Donau.
Nach dem extremen Hochwasser 1965, verstärkte man die Dämme.
Die Donaubrücke wurde um rund 50 cm angehoben.
Nur gut fünf Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser von 1994 entging Vohburg im Mai 1999 nur knapp einem Dammbruch.
Ausgelöst durch tagelange Regenfälle und die Schneeschmelze in den Alpen war der Donaupegel am Pfingstwochenende bedrohlich angestiegen.
Mit rund 100 000 Sandsäcken (1.800 Tonnen Sand) konnten die Helferinnen und Helfer in Vohburg die Wasserfluten zurückhalten. Der Damm hielt stand.
Mit der Sanierung im Jahr 2000 wurde der Deich nochmals erhöht und neu angelegt. Der Einbau von Spundwänden bzw. einer Lehmschicht gewährleistet die Dichtigkeit des Damms.
Übrigens: Die Donaustaustufe ging 1992 in Betrieb und erzeugt jährlich
168 Mio. kWh Strom für die Deutsche Bundesbahn.
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Ein Fluss verändert eine Stadt. Hören Sie die Geschichte des Hochwasserschutzes an der Donau.
Bildnachweis: Museum Vohburg im Pflegerschloss · Bildquelle: Museum Vohburg